Ona vom Frankentor kam im Sommer 2011 zu uns. Eigentlich sollte gar kein dritter Hund (mal wieder *grins*) einziehen. Aber wie es der Zufall so wollte, surfte ich auf einer Seite einer Tierärtzin in Seevetal, die auch Hunde vermittelt, um mal zu schauen, was sich da so getan hat. Plötzlich sah ich ein Bild, ganz ähnlich wie dieses hier und dachte mir, wieso ist da unsere Unique?

Ich las mir den Vermittlungstext durch und mein Verstand haderte dann mit meinem Gefühl. Wir wollte ja keinen dritten Hund. Nachdem ich lange mit mir selbst diskutiert hatte, habe ich dann dort angerufen. Die Besitzerin teilte mir mit, dass Ona ein Angsthund wäre und in der Sozialisierungsphase sehr schlechte oder gar keine Erfahrungen gemacht hatte. Sie hätte sie von der Züchterin mit 5 Monaten gekauft und der Hund bestand damals nur aus Angst. Sie hätte nun Jahre Arbeit in diesen Hund gesteckt, der eigentlich Agility-Turniere laufe sollte. Aber wegen ihrer Angst wäre sie dazu nicht fähig. Obwohl sie perfekt ist, hat sie Probleme in fremden Situationen. Nun hatte die Besitzerin eine weitere Hündin und mit der ginge sie nun ständig auf Turniere und da Ona dann immer Zuhause bleiben würde und damit nicht zurecht käme bzw. auch zu kurz käme, wolle sie sie nun abgeben.

 

Als ich Torsten abends davon erzählte und er das Bild sah, war für ihn auch gleich klar, die müssen wir kennenlernen. Es stellte sich dann heraus, dass Ona die Nichte von unserer Unique ist und aus dem gleichen Zwinger stammt. Nach eingehendem Kennenlernen ist sie dann im Juni 2011 bei uns eingezogen.

 

Sie hat sich sehr gut integriert, kommt mit unseren anderen Hunden auch sehr gut zurecht. Ihre Ängstlichkeit gegenüber fremden Menschen und fremden Hunden, die sich zeitweise als Aggressivität äußern, wird sie nie ganz ablegen, aber wir haben das hier gut gemanagt. Und sie hat sich in der Zeit auch weiterentwickelt zum Positiven.

 

Das sind Bilder von den ersten Tagen hier:

 

 

Sie kam dann gleich mit nach Österreich zu unserer Hochzeitsreise und anschließend nach Ahlum zum Hundetreff. Sie hat das alles so toll gemeistert, obwohl sie das Campen nicht kannte, das Reisen nicht und auch nicht ein Treffen mit so vielen Hunden.

Trotz allem war die enge Stadt für Ona immer Stress -viele Leute, viele Autos, viele Hunde.Deshalb war auch Ona einer der zahlreichen Gründe, der Stadt den Rücken zu kehren und aufs beschauliche Land zu ziehen. Hier ist Ona in ihrem Element. Hier kann sie frei laufen, hat ein großes Grundstück und kann auf den Spaziergängen rumrennen, ohne dass wir dauernd jemanden treffen.

05.07.2013:

 

Das wird eine harte Zeit für Ona werden, denn sie hat sich am rechten Hinterbein das Kreuzband abgerissen. Wir müssen nun erstmal gucken und überlegen, ob und wie sie am besten operiert wird. Rennsemmel Onawird jetzt leider eine ganz lange Zeit ohne Rennen auskommen müssen.

17.07.2013

Anscheinend war der Kreuzbandriss gar keiner. Ona rennt völlig ohne Probleme durch die Gegend.

 

 

Wir haben bei Ona die Schilddrüsenmedikamente verändert. Sie bekommt jetzt morgens eine höhere Dosis und abends eine niedrigere. Anscheinend tut ihr das gut. Sie ist stressresistenter geworden und hat weniger Tunnelwahrnehmung, was sich auch auf den Spaziergängen bemerkbar macht. Man kann sie besser abrufen.

05.06.2014

So langsam gewinne ich den Eindruck, dass es bei Ona doch Fortschritte gibt bezüglich ihres Verhaltens. Wir waren im Mai Farin besuchen und Ona hat sich so toll benommen und war wirklich gut zu führen. Auch das Passieren von Radfahrern hat sich merklich gebessert. Hier im Haus kann ich sie bei Besuch von Fremden auch wesentlich besser kontrollieren und sie beruhigt sich viel schneller als früher.

Baden in der Elbe